Viktoria Schwab

Auf jede Frage erhält man erstmal eine Gegenfrage – ich lerne dabei sehr, sehr viel über mich selbst.

Viktoria Schwab | dm drogerie markt

Diese Musik hätten wir in dieser Form nicht aufnehmen können, ohne das Umfeld, in dem wir arbeiten.

| Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Isabella Heidinger, Personalleiterin

Personalabteilungen sollten nicht im stillen Kämmerlein Konzepte kreieren.

Isabella Heidinger, Personalleiterin | weleda

Axel Tripkewitz, Geschäftsführer

Wir lassen unsere Mitarbeiter selbst bestimmen, wer wie viel Bonus erhält.

Axel Tripkewitz, Geschäftsführer | Fujitsu Semiconductor

Inge Bramer

Wir sollten unserer Geschäftsleitung einen Dank aussprechen, denn das, was hier gemacht wird, ist nicht normal.

Inge Bramer | Eckes-Granini Deutschland

Jeanette Dedow

Es ist eine Herzensangelegenheit unseres Chefs, dass sich alle Mitarbeiter im Unternehmen wohlfühlen

Jeanette Dedow | Upstalsboom

Uwe Urbschat

Unsere Führungskräfte können sich viel Zeit zur Reflektion des eigenen Führungsverhaltens nehmen.

Uwe Urbschat | weleda

Heribert Gathof, Geschäftsführer

Querdenker sind gewünscht. Nur dadurch verlassen wir gewohnte Denkbahnen.

Heribert Gathof, Geschäftsführer | Eckes-Granini Deutschland

Jeanette Dedow

Früher wurde uns die Strategie von der Zentrale vorgegeben. Heute werden wir alle aktiv einbezogen.

Jeanette Dedow | Upstalsboom

Martin Reingruber

Wir werden von unserem Chef mit Vertrauen überschüttet

Martin Reingruber | Hammerschmid Maschinenbau

Götz W. Werner, Gründer

Die wichtigsten Kunden sind die Mitarbeiter.

Götz W. Werner, Gründer | dm drogerie markt

Lehrling

Wir haben ein ganz anderes Gemeinschaftsgefühl, seitdem wir so ein Projekt auf die Beine gestellt haben.

Lehrling | dm drogerie markt

Lars Oltmanns

Wertschätzung ist inzwischen nicht nur etwas, das die Chefs den Mitarbeitern schenken, sondern es findet auch untereinander statt. 

Lars Oltmanns | Upstalsboom

Bodo Janssen, Geschäftsführer

Ich will meinen Enkeln später mal von den glücklichen Menschen in unserem Unternehmen erzählen können.

Bodo Janssen, Geschäftsführer | Upstalsboom

WIR SIND EIN HOCHLEISTUNGS-TEAM UND VERMITTELN UNSER ERFOLGSREZEPT.

| Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Isabella Heidinger, Personalleiterin

Führen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die man nicht einfach so nebenbei machen kann.

Isabella Heidinger, Personalleiterin | weleda

Alena Klinz

Wir bekommen ganz schön viel Vertrauen von unserem CEO.

Alena Klinz | weleda

Manuela Franz

Es ist schön zu sehen, wie das Selbstvertrauen unserer Lehrlinge sichtbar wächst.

Manuela Franz | dm drogerie markt

Martin Grosser

In der Krise vermittelten der enge Kontakt und die Transparenz den Mitarbeitern Sicherheit.

Martin Grosser | Phoenix Contact

Wolfgang Nickles

Es gibt bei uns einen ganz anderen Umgang mit Menschen  – insbesondere zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern.

Wolfgang Nickles | Eckes-Granini Deutschland

Gunther Olesch, Geschäfstführer

Seit wir die Mitarbeiter-zugewandter führen, hat sich der Umsatz um 60 Prozent erhöht.

Gunther Olesch, Geschäfstführer | Phoenix Contact

Eine Väter-Kultur

Stellen Sie sich vor, Sie wären Gleichstellungsbeauftragter in einem Unternehmen mit einem Männeranteil von 75 Prozent. Um wen kümmern Sie sich mehr: Die Männer oder die Frauen?

Seit Jahren wird die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Kindern insbesondere für Führungskräfte leidenschaftlich in Deutschland diskutiert. Politische Reformen wie die Einführung des Elterngeldes werden derweil eher zögerlich angenommen. Unternehmen sehen sich zunehmend mit Vätern konfrontiert, die durch die politischen Rahmenbedingungen die Option auf mehr Familie haben, sich jedoch nur schwer zwischen Job und Familie entscheiden wollen. So nehmen nur etwas mehr als 25% aller jungen Väter eine Auszeit von ihrem Job, um sich um ihr Baby zu kümmern.

Während sich auf der großen gesellschaftlichen Ebene also nur langsam etwas verändert, gehen einzelne Unternehmen das Thema deutlich offensiver an. Ein Beispiel hierfür sind die Bielefelder Stadtwerke. Die Belegschaft des Unternehmens ist zu 75% männlich. Wenn es um das Thema Familienfreundlichkeit geht, müssen die Stadtwerke also mehr über Väter als Mütter nachdenken. Diese Aufgabe nahm das Unternehmen sehr ernst. Die Bielefelder haben ein vorbildliches Arbeitsklima für Männer geschaffen, die Väter werden.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadtwerke, Karin Schrader, wollte vor einigen Jahren mehr für Väter im Unternehmen tun. Sie holte sich einen der wenigen Organisationsberater ins Unternehmen, die sich mit dem Thema „Vaterschaft und Unternehmen“ näher befasst hatten: Hans-Georg Nelles.

Mit seiner Hilfe stieß die Gleichstellungsbeauftragte einen Prozess im Unternehmen an, den wir als beispielhaft ansehen.
Als erstes wollte Karin Schrader herausfinden, welchen Stellenwert das Thema Vaterschaft in der Belegschaft überhaupt hat. Um das besser beurteilen zu können, initiierten die Stadtwerke den mehrjährigen Prozess „Mit Vätern rechnen“. In der ersten Phase wurden Führungskräfte quer durch alle Hierarchie-Ebenen befragt. Dadurch wollten die Stadtwerke besser verstehen, welche innere Haltung und welches Verhalten die Chefs gegenüber Vätern im Unternehmen an den Tag legten. Dabei war sich das Unternehmen der Bedeutung bewusst, was die innere Haltung der Führungskräfte zum Thema Elternschaft angeht. Gerade unbewusste Denk- und Haltungsmuster der Führungsebene können die ganze Unternehmenskultur prägen – im Guten wie im Schlechten.

Um auch die Väter im Unternehmen besser zu verstehen , wurden in einer zweiten Runde ausgewählte Mitarbeiter mit Kind befragt. Hierbei ging es vor allem darum, welche Erfahrungen diese Befragten mit dem Thema Vaterschaft gemacht hatten und welchen Herausforderungen man sich als Vater in den Stadtwerken besonders stellen muss.

Interessanterweise kamen 82 % aller Befragten zu dem Ergebnis, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen Vaterschaft und beruflicher Leistung gäbe. Führungskräfte schätzen die wachsenden Kompetenzen in den Bereichen Zeitmanagement, Empathie und Konfliktfähigkeit bei Vätern. Überraschenderweise sagte eine Mehrzahl der Führungskräfte auch, dass sie Väter als flexibler und mobiler erlebten als deren kinderlose Kollegen.

Diese Ergebnisse wurden allen wichtigen Gremien zugänglich gemacht: Betriebsrat, Geschäftsführung, Führungskräften und – zu einem späteren Zeitpunkt – auch allen Mitarbeitern per Broschüre.

Im dritten Schritt initiierten die Bielefelder Stadtwerke insgesamt 18 Workshops mit Führungskräften und Vätern. Hier ging es um die Fragen, welche Möglichkeiten Führungskräfte und die Väter im Unternehmen nutzen könnten, das Thema „Vaterschaft und Beruf“ im Unternehmen tiefer und besser zu verankern.

Die Konsequenz dieser Aktivitäten sind spürbar: Inzwischen sprechen Väter Ihren Wunsch nach Elternzeit offen und rechtzeitig an. Vor dem Prozess war das eher eine Seltenheit. Es ist inzwischen auch nicht ungewöhnlich, dass manche Väter für einen längeren Zeitraum als 2 Monate in Elternzeit gehen – frei von der Befürchtung, dass dies negative Konsequenzen für sie haben könnte.

Heute sind sich Betriebsrat und Personalabteilung einig: Die familienfreundlichen Strukturen der Stadtwerke Bielefeld sind ein klarere Vorteil für das Unternehmen. So ist der Leiter des Debitorenmanagements beispielsweise ganz bewusst zu den Stadtwerken gewechselt,, als er eine Familie gründen wollte. Auch andere Fachkräfte lassen höherbezahlte Jobs bei internationalen Konzernen hinter sich, um für geringeres Gehalt die familienfreundlichen Strukturen der Stadtwerke für sich zu nutzen. So haben sie in der ersten Phase der Vaterzeit die Möglichkeit, auf eine 30-Stunden-Woche zu reduzieren und so mehr Zeit für den Nachwuchs zu haben.

Uns gefällt der Ansatz der Bielefelder Stadtwerke gut, da er dem steigenden Bedürnis nach Familienleben vieler Familienväter gerecht wird. Dadurch reduziert sich ein etwaiger Wertekonflikt zwischen Familie und Beruf der männlichen Führungskräfte. Zugleich zeigt das Beispiel auf, dass ein Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen entstehen kann, wenn hochqualifizierte Kräfte trotz geringerer Bezahlung zu den väterbewussten Stadtwerken Bielefeld wechseln.

 

Unternehmen des Gelingens

Hier portraitieren wir Unternehmen, denen ein Kulturwandel gelungen ist. So ein Kulturwandel ist zum einen durch wirtschaftliche Kennzahlen und zum anderen durch eine besondere Führungs- und Beziehungskultur sicht- und spürbar. In so einer Kultur findet man Mitarbeiter, die ihre eigenen Potenziale besonders gut entfalten können.

Unternehmen auf dem Weg

Hier zeigen wir Ihnen beachtenswerte Ansätze, mit denen Unternehmen und Organisationen bestimmte eigene Herausforderungen gemeistert haben. Wir haben diese Unternehmen getroffen, da uns die Ansätze besonders gefallen haben. Sie können - gewollt oder ungewollt - der Beginn eines Kulturwandels sein.

Unternehmen zeigen sich selbst

Nachdem wir in den vergangenen sieben Jahren viele Unternehmen analysiert und portraitiert haben, öffnen wir in Kooperation mit XING spielraum nun eine neue Kategorie: Unternehmen zeigen sich selbst. In diesem Bereich erhalten Firmen die Möglichkeit, den eigenen Wandel zu teilen, um andere dadurch zu inspirieren und zu ermutigen.